Schulgarten

Nach der Fertigstellung eines dreistöckigen Anbaus an unsere Schule dachten wir auch über das Außengelände nach und die GS – Kollegen fassten den Entschluss im Laufe des Schuljahres 2018/19 einen Schulgarten anzulegen. Nach längeren Diskussionen wurde der Standort des Gartens auf einer direkt an das Schulgebäude anschließenden Streuobstwiese mit altem Baubestand gefunden. Nun ging es an die konkrete Planung und Organisation der Arbeiten. Eine unbezahlbare Hilfe war hierbei der Bauhof der Gemeinde Kirchdorf, der das Gelände vorbereitete. Im Rahmen einer Aktion der Raiffeisenbanken erhielten wir kostenlos ein Hochbeet, drei weitere Hochbeete erstanden wir bei einem nahegelegenen Baumarkt. Zuerst war eigentlich geplant gewesen, diese Hochbeete mit Schülern im Technikunterricht herzustellen, doch die im Vergleich zu den fertigen Hochbeeten immensen Materialkosten führten dann zu dem Entschluss, diese doch zu kaufen. Zur Unterbringung von Schubkarren und sonstigem Gartenwerkzeug wurde ein Gartenhaus am Rande des Gartens aufgebaut.

Im Rahmen einer Projektwoche machte sich eine Gruppe aus Dritt- und Viertklässlern dann mit Feuereifer daran, ihren Schulgarten zu gestalten. Dabei wurden die Hochbeete mit Gemüsepflänzchen, Kräutern und Stauden, die von der Gärtnerei Hampp aus Dettingen dankenswerterweise gespendet wurden und teilweise auch von den Schülern aus eigener Aufzucht mitgebracht wurden, bepflanzt.  Außerdem stellten Schüler aus den oberen Klassen in verschiedenen Projektgruppen Vogelhäuschen, Insektenhotels und Fledermauskästen her, die sich nun in unserem Garten wiederfinden. Uns ist aber klar, dass das nur der Anfang einer hoffentlich über Jahre dauernden stetigen Fortentwicklung des Gartens in Richtung eines naturnahen, bienen – und insektenfreundlichem Schulgartens sein kann. Vorbild ist der sogenannte „Drei-Zonen-Garten“ nach Markus Gastl, mit einer Puffer-, einer Hotspot- und einer Ertragszone. Erste Schritte dorthin waren die Anlage eines Asthaufens, der sich im Laufe der Jahre zu einer Benjeshecke entwickeln soll und der Aufbau eines Holzstoßes als Unterschlupf für viele Insekten, Destruenten aber auch Kleinsäuger. Für Amphibien wie beispielsweise Eidechsen begannen wir mit vorhandenem Material mit dem Aufschichten eines Steinhaufens. Als Hotspot-Zone wurde eine Wildblumenwiese gesät, die sich seit zwei Jahren selbst überlassen wird und sich zu einer Magerwiese entwickeln soll.

Bei der Anlage und der Pflege unseres Schulgartens verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, dem vor allem in der 3. Jahrgangsstufe der Grundschule aber auch in den Klassen 7 bis 9 der Sekundarstufe 1 im Fach AES Rechnung getragen werden soll. Während die Drittklässler die Hochbeete im Frühjahr bepflanzen und pflegen, ernten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9   die ausgewachsenen Pflanzen und verwenden sie zum Kochen im Unterricht.

Dienen soll unser Schulgarten aber auch der Möglichkeit einmal abzuschalten und zu entspannen. Das Betreten des Gartens ist in allen Pausen erlaubt und es wurden Sitzmöglichkeiten wie eine Baumbank , eine Gartenbank und Baumstämme geschaffen. Es ist schön zu sehen, wie unsere Schüler davon regen Gebrauch machen.

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